Der gefrorene Himmel

Der gefrorene Himmel

Manchmal liest man ein Buch, das gefällt einem. Manchmal liest man ein Buch, das findet man richtig toll. Und ganz selten liest man ein Buch, da weiß man sofort, dieses Buch ist etwas ganz Besonderes. Es lässt einen nicht mehr los. Man wird sich auch Jahre später noch genau an dieses Buch zurückerinnern. So ein Buch ist Richard Wagamese mit seinem Roman „Der gefrorene Himmel“ gelungen.

Der junge Saul wächst wie so viele indigene Kinder nicht in seiner Familie, sondern in einer staatlichen Einrichtung auf, in der die Kinder einer westlichen „Umerziehung“ unterzogen werden. Zu seinem großen Glück wird er, auch aufgrund seines einmaligen Eishockey-Talents, von einer Familie adoptiert, in der er es besser haben soll. Und so schafft er es auch in die erste Liga.

Doch als einziger „Nicht-Weißer“ machen ihm nicht nur seine Gegner, sondern auch seine Mitspieler das Leben zur Hölle. Er wird geschnitten und ausgegrenzt. Für Saul zeigt sich immer deutlicher: In dieser Welt ist kein Platz für einen wie ihn.

Das Schicksal des Jungen erschüttert beim Lesen und die Sprache des Autors fesselt uns an jeden Satz. Ein absolutes Ausnahmebuch über einen Lebensweg, der sich so tausendfach ereignet hat und der uns die Grausamkeit des Herrschaftsgedankens der Weißen immer wieder vor Augen führt.