Wo der Wolf lauert

Wo der Wolf lauert

Lilach Schuster hat alles, was sich ein Mensch wünschen kann. Sie ist mit ihrer Familie von Israel nach Kalifornien gezogen, hat ein tolles Haus mit Pool, einen Ehemann, der viel Geld verdient und einen netten Sohn. Sie glaubt, alles richtig gemacht zu haben, der alltäglichen Gewalt in Israel entkommen zu sein, um den amerikanischen Traum zu leben. Doch plötzlich stirbt ein Mitschüler ihres Sohnes auf einer Party und schon ist nichts mehr, wie es einmal war.
Ayelet Gundar-Goshen hat mit “Wo der Wolf lauert” einen ungeheuer spannenden, psychologisch raffinierten und auch informativen Roman geschrieben, der uns die Situation in Israel näher bringt und uns vor Augen führt, dass Rassismus und Gewalt jede Gesellschaft ins Verderben führen.

Der gefrorene Himmel

Der gefrorene Himmel

Manchmal liest man ein Buch, das gefällt einem. Manchmal liest man ein Buch, das findet man richtig toll. Und ganz selten liest man ein Buch, da weiß man sofort, dieses Buch ist etwas ganz Besonderes. Es lässt einen nicht mehr los. Man wird sich auch Jahre später noch genau an dieses Buch zurückerinnern. So ein Buch ist Richard Wagamese mit seinem Roman „Der gefrorene Himmel“ gelungen.

Der junge Saul wächst wie so viele indigene Kinder nicht in seiner Familie, sondern in einer staatlichen Einrichtung auf, in der die Kinder einer westlichen „Umerziehung“ unterzogen werden. Zu seinem großen Glück wird er, auch aufgrund seines einmaligen Eishockey-Talents, von einer Familie adoptiert, in der er es besser haben soll. Und so schafft er es auch in die erste Liga.

Doch als einziger „Nicht-Weißer“ machen ihm nicht nur seine Gegner, sondern auch seine Mitspieler das Leben zur Hölle. Er wird geschnitten und ausgegrenzt. Für Saul zeigt sich immer deutlicher: In dieser Welt ist kein Platz für einen wie ihn.

Das Schicksal des Jungen erschüttert beim Lesen und die Sprache des Autors fesselt uns an jeden Satz. Ein absolutes Ausnahmebuch über einen Lebensweg, der sich so tausendfach ereignet hat und der uns die Grausamkeit des Herrschaftsgedankens der Weißen immer wieder vor Augen führt.

 

 

 

Der große Sommer

Der große Sommer

Statt des großen Familienurlaubes warten auf Frieder in diesem Sommer Nachprüfungen in Latein und Mathe. Und dafür soll er sich ausgerechnet bei seinem strengen Großvater vorbereiten. Doch unvermutet hält dieser Sommer für den Jungen noch viele Überraschungen bereit. Die erste Liebe, der erste Verlust, Freundschaft, Mutproben und vieles mehr machen aus diesen Wochen eine Zeit, die ihn für immer prägen wird.

Ewald Arenz lässt in diesem Roman die 70er Jahre wieder lebendig werden und trifft auch sprachlich genau den Ton der damaligen Jugend.

 

So wie du mich kennst

So wie du mich kennst

Karla und Marie waren nicht nur Schwestern, sondern auch beste Freundinnen. Jeden Tag haben sie zwischen Süddeutschland und New York miteinander telefoniert. Doch nun ist Marie tot und Karla muss ihre Wohnung auflösen. Dabei macht sie eine merkwürdige Entdeckung. Marie hat allem Anschein nach ihre Nachbarn beobachtet. Hat sie dabei auch die Gewalt des Mannes gegen seine Frau bemerkt? Was hat Marie ihrer Schwester noch alles verschwiegen?

“So wie du mich kennst” ist ein Roman über Trauerbewältigung, häusliche Gewalt und die damit verbundene Scham. Ein berührendes Buch, das lange im Kopf nachhallt. Mir hat das Buch ausgesprochen gut gefallen.