Die Birken wissen's noch

Die Birken wissen’s noch

In diesem norwegischen Roman geht es auch um die Wertigkeit von Holz, aber auch um Familie, Aufarbeitung der Vergangenheit und auch um Liebe: Edvard ist bei seinem Großvater aufgewachsen, da seine Eltern bei einem Unfall ums Leben gekommen sind, als er drei Jahre alt war. An diese Zeit kann Edvard sich nicht erinnern und sein Großvater hat nie etwas über diese Zeit gesagt. Nach dem Tod des Großvaters beginnt Edvard, seinen Familienhintergrund zu erforschen. Je länger er sucht, desto mehr Erinnerungen kommen hoch und irgendwann sogar die Erinnerungen an den Unfall. Anders als in den meisten Büchern, in denen der Vergangenheit nachgespürt wird, ist dieses Buch nicht in zwei Zeitebenen geschrieben. Die ganze Geschichte erschließt sich durch die aufblitzenden Erinnerungen.

 

Ein vielschichtiger Roman, den alle lesen sollten, die es bisher noch nicht getan haben.

 

 

Das Lied der Arktis

Das Lied der Arktis

Die Autorin hat nach jahrelangen Recherchen einen ungewöhnlichen Roman über ein Inuitmädchen und das archaische Leben im ewigen Eis geschrieben.

Das Mädchen wird eines Nachts von seiner Familie getrennt und muss allein mit einem Bärenfell, einer Harpune und fünf Hunden sein Überleben in der eisigen Wildnis sichern.

Das Buch bringt uns die fremdartige und ursprüngliche Welt der Inuit näher, deren täglichen Kampf um Nahrung und Wärme und die reiche Welt der Mythen, Sagen und Lieder. So ist der Roman ein Buch über die Natur, die Kraft der Menschen und die Poesie.

Ein Tipp für alle anspruchsvollen Leser, die eine außergewöhnliche Geschichte lesen möchten.

 

Die Schweigende

Die Schweigende

Am Sterbebett ihres Vaters verspricht Imke, sich auf die Suche nach Peter zu machen. Allerdings haben die Töchter noch nie etwas von einem Peter gehört. Auf Nachfrage reagiert die Mutter mit der Lüge, nichts von einem Peter zu wissen. Aber Imke lässt nicht locker und so nach und nach kommt sie der Sache auf die Spur.

Der Roman ist spannend geschrieben und behandelt ein ganz dunkles Thema der Pädagogik in der Nachkriegszeit. Darüber hinaus zeichnet er aber auch das Bild einer Familie, die durch den Tod eines Elternteils ziemlich durchgerüttelt wird und in der nicht immer alle an einem Strang ziehen.

 

60 Kilo Sonnenschein

60 Kilo Sonnenschein

Erzählt wird in diesem historischen Roman, der Ende des 19. Jahrhunderts beginnt, die Geschichte von Gestur.

Der Junge wächst bei verschiedenen Ziehvätern auf, unter zum größten Teil sehr ärmlichen Bedingungen.

Eigentlicher Hauptdarsteller in diesem Buch ist jedoch Island. Mit dem Heranwachsen des Jungen beginnt auch langsam der Aufbruch in das moderne Island.

Der Autor schafft es mit seiner ganz besonderen bildhaften Sprache und so manchen witzigen Sprachkombinationen, dem Leser ein richtiges Vergnügen zu bereiten. In Island wurde “60 Kilo Sonnenschein” zum besten Buch des Jahres gewählt.