Alle Toten fliegen hoch – Teil 1 und 2

Alle Toten fliegen hoch - Teil 1 und 2Joachim Meyerhoff, Jahrgang 1967, wuchs mit seinen beiden Brüdern auf dem Gelände der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Schleswig auf, deren Anstaltsleiter ihr Vater war.

„Alle Toten fliegen hoch – Amerika“ ist ein zeitlicher abgegrenzter Entwicklungsroman, der sein Auslandsjahr in Amerika beinhaltet. Er berichtet von seinen dürftigen Sprachkenntnissen, der Gastfamilie und den kulturellen Unterschieden.

Meyerhoffs Schreibstil ist überaus amüsant und selbstironisch, streckenweise zum Schreien komisch, aber mitunter auch nachdenklich und ernst. Er verfügt über eine exzellente Beobachtungsgabe und versteht es meisterhaft, Situationen und Ereignisse sehr bildhaft zu schildern, ohne jedoch eine Wertung vorzunehmen.  Direkt bestellenAlle Toten fliegen hoch - Teil 1 und 2

Das trifft auch auf den zweiten Teil „Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war“ zu, bei dem es sich um eine Aneinanderreihung von Geschichten handelt, die aufgrund des persönlichen Umfeldes häufig nicht ganz der Norm entsprechen. Der Protagonist leidet als Kind an unerklärlichen Wutausbrüchen, hat schulische Probleme und kann abends besonders gut schlafen, wenn die Patienten auf den Stationen schreiben.

Darüber hinaus gibt es skurrile Anekdoten über Begegnungen mit sonderbaren Klinikinsassen und Einblicke in hausinterne Veranstaltungen.

Das Werk ist allerdings kein „Spaßbuch“, sondern im letzten Drittel eher tragisch und durch und durch lesenswert. Direkt bestellen