Empfehlungen

Hier stellen wir Ihnen unsere derzeitigen persönlichen Lieblingsbücher vor.

Kategorien

Wovon wir träumten

Wovon wir träumten

Julie Otskuka schreibt aus einer ungewöhnlichen Perspektive, nämlich aus der Gemeinschaft vieler japanischer Frauen, die sich vor dem 2. Weltkrieg auf den beschwerlichen Weg nach Amerika gemacht haben, um dort japanische Männer zu heiraten. Sie schildert die ganz unterschiedlichen Eindrücke auf der Überfahrt und nach der Ankunft.

Viele dieser Frauen haben sich ihren ihren Familien integriert, als der Überfall auf Pearl Harbor das Leben der Japaner in Amerika völlig verändert.

Auch wenn hier keine EInzelschicksale beschrieben sind, so ist das Buch trotzdem sehr eindrucksvoll.

Die Unsichtbaren

Die Unsichtbaren

Der neue Roman von Roy Jacobsen spielt Anfang des 20. Jahrhunderts auf einer kleinen einsamen Insel im Norden Norwegens. Mit einer kargen Sprache beschreibt der Autor das sehr beschwerliche Leben der Familie Barroy, die auf dieser Insel lebt und mit einigen Schicksalsschlägen fertig werden muss.

An die mitunter etwas “einfache” Sprache in den Dialogen muss man sich zunächst etwas gewöhnen.

Aber allemal ist es ein lesenswertes Buch, das mir sehr gut gefallen hat.

Funny Girl

Funny Girl

Anthony McCarten ist wieder einmal ein tolles Buch gelungen!

Azime ist die Tochter einer kurdischen Familie, arbeitet im Möbelgeschäft ihres Vater und träumt von einer Karriere als Comedian.

Mit ihrem ersten Auftritt löst sie eine Welle der Empörung aus. Denn nicht nur ihre Eltern haben Probleme mit einer Burka tragenden Kabarettistin, sodass Azime zwischen ihren Wünschen nach Veränderungen und der Liebe zu ihrer Familie hin- und hergerissen ist.

Wir auch schon im “Englischen Harem” schafft es McCarten, die kulturellen Unterschiede und sich hiermit ergebende Probleme liebevoll aufzuzeigen und zeichnet ein realitätsgetreues Bild der Gesellschaft.

Alle Toten fliegen hoch - Teil 1 und 2

Alle Toten fliegen hoch – Teil 1 und 2

Joachim Meyerhoff, Jahrgang 1967, wuchs mit seinen beiden Brüdern auf dem Gelände der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Schleswig auf, deren Anstaltsleiter ihr Vater war.

„Alle Toten fliegen hoch – Amerika“ ist ein zeitlicher abgegrenzter Entwicklungsroman, der sein Auslandsjahr in Amerika beinhaltet. Er berichtet von seinen dürftigen Sprachkenntnissen, der Gastfamilie und den kulturellen Unterschieden.

Meyerhoffs Schreibstil ist überaus amüsant und selbstironisch, streckenweise zum Schreien komisch, aber mitunter auch nachdenklich und ernst. Er verfügt über eine exzellente Beobachtungsgabe und versteht es meisterhaft, Situationen und Ereignisse sehr bildhaft zu schildern, ohne jedoch eine Wertung vorzunehmen.

Das trifft auch auf den zweiten Teil „Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war“ zu, bei dem es sich um eine Aneinanderreihung von Geschichten handelt, die aufgrund des persönlichen Umfeldes häufig nicht ganz der Norm entsprechen. Der Protagonist leidet als Kind an unerklärlichen Wutausbrüchen, hat schulische Probleme und kann abends besonders gut schlafen, wenn die Patienten auf den Stationen schreiben.

Darüber hinaus gibt es skurrile Anekdoten über Begegnungen mit sonderbaren Klinikinsassen und Einblicke in hausinterne Veranstaltungen.

Das Werk ist allerdings kein „Spaßbuch“, sondern im letzten Drittel eher tragisch und durch und durch lesenswert.

Der Märchenerzähler

Anna, 17 Jahre und aus gutem Hause, steht kurz vor dem Abitur und hat große Pläne.

Abel, ebenso alt, ist in der gleichen Stufe und bei den Mitschülern nur als „polnischer Kurzwarenhändler“ bekannt. Alle wissen, dass er, wenn er so allein auf dem Schulhof steht, Drogen verkauft.

Durch einen Zufall kommt es zwischen Anna und Abel zum ersten Mal zum Gespräch. Der verschlossene Abel weckt sofort Annas Interesse, sodass sie ihn nach der Schule auf dem Fahrrad verfolgt. Was sie dann erlebt, wird ihr Leben von Grund auf verändern.

Abel hat nämlich noch eine zweite Seite an sich: Rührend kümmert er sich um seine sechsjährige Schwester, der er ein Märchen erzählt, von dem Anna bald merkt, dass es keines ist.

Obwohl Abel sich sträubt, fängt Anna an, das Leben, das er führt, zu hinterfragen. Wo zum Beispiel hält sich seine Mutter auf? Und was ist mit dem Vater der kleinen Micha, Abels Schwester?

Als ein Mord passiert, beginnt eine Jagd, die die beiden einander immer näher bringt.

Warum passiert so viel in Abels nächster Umgebung? Und was hat Annas Schulkamerad und Verehrer Bertil mit der ganzen Sache zu tun?

Das Märchen spitzt sich immer weiter zu und Anna weiß bald nicht mehr, was nur Abels Fantasie entspringt und was Realität ist.

Ein absolut packender und spannender Jugendroman, der einen sprachlos macht und schockiert. Ein Buch, das man nicht mehr weglegen kann und das lange im Kopf nachhallt.

Ein Märchen, das man sich endlos wünscht.

Wovon wir träumten

Wovon wir träumten

Julie Otskuka schreibt aus einer ungewöhnlichen Perspektive, nämlich aus der Gemeinschaft vieler japanischer Frauen, die sich vor dem 2. Weltkrieg auf den beschwerlichen Weg nach Amerika gemacht haben, um dort japanische Männer zu heiraten. Sie schildert die ganz unterschiedlichen Eindrücke auf der Überfahrt und nach der Ankunft.

Viele dieser Frauen haben sich ihren ihren Familien integriert, als der Überfall auf Pearl Harbor das Leben der Japaner in Amerika völlig verändert.

Auch wenn hier keine EInzelschicksale beschrieben sind, so ist das Buch trotzdem sehr eindrucksvoll.

Die Unsichtbaren

Die Unsichtbaren

Der neue Roman von Roy Jacobsen spielt Anfang des 20. Jahrhunderts auf einer kleinen einsamen Insel im Norden Norwegens. Mit einer kargen Sprache beschreibt der Autor das sehr beschwerliche Leben der Familie Barroy, die auf dieser Insel lebt und mit einigen Schicksalsschlägen fertig werden muss.

An die mitunter etwas “einfache” Sprache in den Dialogen muss man sich zunächst etwas gewöhnen.

Aber allemal ist es ein lesenswertes Buch, das mir sehr gut gefallen hat.

Funny Girl

Funny Girl

Anthony McCarten ist wieder einmal ein tolles Buch gelungen!

Azime ist die Tochter einer kurdischen Familie, arbeitet im Möbelgeschäft ihres Vater und träumt von einer Karriere als Comedian.

Mit ihrem ersten Auftritt löst sie eine Welle der Empörung aus. Denn nicht nur ihre Eltern haben Probleme mit einer Burka tragenden Kabarettistin, sodass Azime zwischen ihren Wünschen nach Veränderungen und der Liebe zu ihrer Familie hin- und hergerissen ist.

Wir auch schon im “Englischen Harem” schafft es McCarten, die kulturellen Unterschiede und sich hiermit ergebende Probleme liebevoll aufzuzeigen und zeichnet ein realitätsgetreues Bild der Gesellschaft.

Alle Toten fliegen hoch - Teil 1 und 2

Alle Toten fliegen hoch – Teil 1 und 2

Joachim Meyerhoff, Jahrgang 1967, wuchs mit seinen beiden Brüdern auf dem Gelände der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Schleswig auf, deren Anstaltsleiter ihr Vater war.

„Alle Toten fliegen hoch – Amerika“ ist ein zeitlicher abgegrenzter Entwicklungsroman, der sein Auslandsjahr in Amerika beinhaltet. Er berichtet von seinen dürftigen Sprachkenntnissen, der Gastfamilie und den kulturellen Unterschieden.

Meyerhoffs Schreibstil ist überaus amüsant und selbstironisch, streckenweise zum Schreien komisch, aber mitunter auch nachdenklich und ernst. Er verfügt über eine exzellente Beobachtungsgabe und versteht es meisterhaft, Situationen und Ereignisse sehr bildhaft zu schildern, ohne jedoch eine Wertung vorzunehmen.

Das trifft auch auf den zweiten Teil „Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war“ zu, bei dem es sich um eine Aneinanderreihung von Geschichten handelt, die aufgrund des persönlichen Umfeldes häufig nicht ganz der Norm entsprechen. Der Protagonist leidet als Kind an unerklärlichen Wutausbrüchen, hat schulische Probleme und kann abends besonders gut schlafen, wenn die Patienten auf den Stationen schreiben.

Darüber hinaus gibt es skurrile Anekdoten über Begegnungen mit sonderbaren Klinikinsassen und Einblicke in hausinterne Veranstaltungen.

Das Werk ist allerdings kein „Spaßbuch“, sondern im letzten Drittel eher tragisch und durch und durch lesenswert.

Der Märchenerzähler

Anna, 17 Jahre und aus gutem Hause, steht kurz vor dem Abitur und hat große Pläne.

Abel, ebenso alt, ist in der gleichen Stufe und bei den Mitschülern nur als „polnischer Kurzwarenhändler“ bekannt. Alle wissen, dass er, wenn er so allein auf dem Schulhof steht, Drogen verkauft.

Durch einen Zufall kommt es zwischen Anna und Abel zum ersten Mal zum Gespräch. Der verschlossene Abel weckt sofort Annas Interesse, sodass sie ihn nach der Schule auf dem Fahrrad verfolgt. Was sie dann erlebt, wird ihr Leben von Grund auf verändern.

Abel hat nämlich noch eine zweite Seite an sich: Rührend kümmert er sich um seine sechsjährige Schwester, der er ein Märchen erzählt, von dem Anna bald merkt, dass es keines ist.

Obwohl Abel sich sträubt, fängt Anna an, das Leben, das er führt, zu hinterfragen. Wo zum Beispiel hält sich seine Mutter auf? Und was ist mit dem Vater der kleinen Micha, Abels Schwester?

Als ein Mord passiert, beginnt eine Jagd, die die beiden einander immer näher bringt.

Warum passiert so viel in Abels nächster Umgebung? Und was hat Annas Schulkamerad und Verehrer Bertil mit der ganzen Sache zu tun?

Das Märchen spitzt sich immer weiter zu und Anna weiß bald nicht mehr, was nur Abels Fantasie entspringt und was Realität ist.

Ein absolut packender und spannender Jugendroman, der einen sprachlos macht und schockiert. Ein Buch, das man nicht mehr weglegen kann und das lange im Kopf nachhallt.

Ein Märchen, das man sich endlos wünscht.