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Hier stellen wir unsere derzeitigen persönlichen Lieblingsbücher vor.

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Alle Toten fliegen hoch - Teil 1 und 2

Alle Toten fliegen hoch – Teil 1 und 2

Joachim Meyerhoff, Jahrgang 1967, wuchs mit seinen beiden Brüdern auf dem Gelände der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Schleswig auf, deren Anstaltsleiter ihr Vater war.

„Alle Toten fliegen hoch – Amerika“ ist ein zeitlicher abgegrenzter Entwicklungsroman, der sein Auslandsjahr in Amerika beinhaltet. Er berichtet von seinen dürftigen Sprachkenntnissen, der Gastfamilie und den kulturellen Unterschieden.

Meyerhoffs Schreibstil ist überaus amüsant und selbstironisch, streckenweise zum Schreien komisch, aber mitunter auch nachdenklich und ernst. Er verfügt über eine exzellente Beobachtungsgabe und versteht es meisterhaft, Situationen und Ereignisse sehr bildhaft zu schildern, ohne jedoch eine Wertung vorzunehmen.

Das trifft auch auf den zweiten Teil „Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war“ zu, bei dem es sich um eine Aneinanderreihung von Geschichten handelt, die aufgrund des persönlichen Umfeldes häufig nicht ganz der Norm entsprechen. Der Protagonist leidet als Kind an unerklärlichen Wutausbrüchen, hat schulische Probleme und kann abends besonders gut schlafen, wenn die Patienten auf den Stationen schreiben.

Darüber hinaus gibt es skurrile Anekdoten über Begegnungen mit sonderbaren Klinikinsassen und Einblicke in hausinterne Veranstaltungen.

Das Werk ist allerdings kein „Spaßbuch“, sondern im letzten Drittel eher tragisch und durch und durch lesenswert.

Der Märchenerzähler

Anna, 17 Jahre und aus gutem Hause, steht kurz vor dem Abitur und hat große Pläne.

Abel, ebenso alt, ist in der gleichen Stufe und bei den Mitschülern nur als „polnischer Kurzwarenhändler“ bekannt. Alle wissen, dass er, wenn er so allein auf dem Schulhof steht, Drogen verkauft.

Durch einen Zufall kommt es zwischen Anna und Abel zum ersten Mal zum Gespräch. Der verschlossene Abel weckt sofort Annas Interesse, sodass sie ihn nach der Schule auf dem Fahrrad verfolgt. Was sie dann erlebt, wird ihr Leben von Grund auf verändern.

Abel hat nämlich noch eine zweite Seite an sich: Rührend kümmert er sich um seine sechsjährige Schwester, der er ein Märchen erzählt, von dem Anna bald merkt, dass es keines ist.

Obwohl Abel sich sträubt, fängt Anna an, das Leben, das er führt, zu hinterfragen. Wo zum Beispiel hält sich seine Mutter auf? Und was ist mit dem Vater der kleinen Micha, Abels Schwester?

Als ein Mord passiert, beginnt eine Jagd, die die beiden einander immer näher bringt.

Warum passiert so viel in Abels nächster Umgebung? Und was hat Annas Schulkamerad und Verehrer Bertil mit der ganzen Sache zu tun?

Das Märchen spitzt sich immer weiter zu und Anna weiß bald nicht mehr, was nur Abels Fantasie entspringt und was Realität ist.

Ein absolut packender und spannender Jugendroman, der einen sprachlos macht und schockiert. Ein Buch, das man nicht mehr weglegen kann und das lange im Kopf nachhallt.

Ein Märchen, das man sich endlos wünscht.

Nashville oder das Wolfsspiel

Nashville oder das Wolfsspiel

Für die achtzehnjährige Svenja soll ein neues Leben beginnen, als sie nach Tübingen zieht, um dort Medizin zu studieren. Doch so, wie es sich dann entwickelt, hat sie es sich wohl nicht vorgestellt.

Alles beginnt, als sie im Küchenschrank ihrer kleinen Wohnung einen ca. elfjährigen Jungen entdeckt. Gegen jede Vernunft meldet Svenja den Vorfall nicht der Polizei, sondern nimmt Nashville, wie sie ihn nach seinem T-Shirt-Aufdruck nennt, bei sich auf. Der Junge, der zunächst nicht spricht, fasst allmählich Vertrauen, verschwindet aber immer wieder nachts und scheint ein Geheimnis zu haben.

Als in der Stadt ein Mord an einem Obdachlosen begangen wird, scheint eine Verbindung zu Nashville schnell realistisch.

Svenja versucht zusammen mit ihren Freunden das Geheimnis um Nashville zu lösen.

Und dann passiert ein weiterer Mord…

Antonia Michaelis, bekannt durch eine Vielzahl an Kinder- und Jugendbüchern, hat einen vielschichtigen und gesellschaftskritischen Roman geschrieben, der einen ab der ersten Seite nicht mehr loslässt. Nicht nur die Mordserie und der geheimnisvolle Junge sind Thema, auch das Erwachsenwerden und Loslassen werden thematisiert.

Ein Buch, das sich an reife Leser ab 14 Jahren richtet, bei dem es auch schon mal ziemlich zur Sache geht.

Die Toten, die niemand vermisst

Die Toten, die niemand vermisst

In einem unzugänglichen Landstrich Schwedens stolpert eine Wanderin über ein Grab mit sechs Leichen.

Die Stockholmer Reichsmordkommission nimmt die Ermittlungen auf und hat große Probleme, die Toten zu identifizieren, da diese von niemandem als vermisst gemeldet wurden.

Der Polizeipsychologe Sebastian Bergmann zeigt sich auch im dritten Teil wieder von seiner unausstehlichen Seite.

Ein spannender, vielschichtiger Krimi mit einem fulminanten Ende.

Ein ganzes halbes Jahr

Ein ganzes halbes Jahr

Die junge Louisa Clark sucht einen neuen Job, um ihre Familie finanziell zu unterstützen und findet Arbeit bei der reichen Familie des querschnittsgelähmten Will Traynor. Für Will ist das Leben nach seinem Unfall nicht mehr lebenswert und seine Familie möchte, dass Louisa ihn aus seiner tiefen Depression herausholt.

Der Beginn des Romanes erinnert sofort an “Ziemlich beste Freunde”, entwickelt sich dann aber ganz schnell in eine andere, sehr dramatische Richtung. Der Verlag verkauft den Titel als große Liebesgeschichte, nach unserer Meinung behandelt er jedoch ein sehr viel ernsteres Thema, wobei die Liebesgeschichte nur am Rande eine Rolle spielt.

Alle Toten fliegen hoch - Teil 1 und 2

Alle Toten fliegen hoch – Teil 1 und 2

Joachim Meyerhoff, Jahrgang 1967, wuchs mit seinen beiden Brüdern auf dem Gelände der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Schleswig auf, deren Anstaltsleiter ihr Vater war.

„Alle Toten fliegen hoch – Amerika“ ist ein zeitlicher abgegrenzter Entwicklungsroman, der sein Auslandsjahr in Amerika beinhaltet. Er berichtet von seinen dürftigen Sprachkenntnissen, der Gastfamilie und den kulturellen Unterschieden.

Meyerhoffs Schreibstil ist überaus amüsant und selbstironisch, streckenweise zum Schreien komisch, aber mitunter auch nachdenklich und ernst. Er verfügt über eine exzellente Beobachtungsgabe und versteht es meisterhaft, Situationen und Ereignisse sehr bildhaft zu schildern, ohne jedoch eine Wertung vorzunehmen.

Das trifft auch auf den zweiten Teil „Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war“ zu, bei dem es sich um eine Aneinanderreihung von Geschichten handelt, die aufgrund des persönlichen Umfeldes häufig nicht ganz der Norm entsprechen. Der Protagonist leidet als Kind an unerklärlichen Wutausbrüchen, hat schulische Probleme und kann abends besonders gut schlafen, wenn die Patienten auf den Stationen schreiben.

Darüber hinaus gibt es skurrile Anekdoten über Begegnungen mit sonderbaren Klinikinsassen und Einblicke in hausinterne Veranstaltungen.

Das Werk ist allerdings kein „Spaßbuch“, sondern im letzten Drittel eher tragisch und durch und durch lesenswert.

Der Märchenerzähler

Anna, 17 Jahre und aus gutem Hause, steht kurz vor dem Abitur und hat große Pläne.

Abel, ebenso alt, ist in der gleichen Stufe und bei den Mitschülern nur als „polnischer Kurzwarenhändler“ bekannt. Alle wissen, dass er, wenn er so allein auf dem Schulhof steht, Drogen verkauft.

Durch einen Zufall kommt es zwischen Anna und Abel zum ersten Mal zum Gespräch. Der verschlossene Abel weckt sofort Annas Interesse, sodass sie ihn nach der Schule auf dem Fahrrad verfolgt. Was sie dann erlebt, wird ihr Leben von Grund auf verändern.

Abel hat nämlich noch eine zweite Seite an sich: Rührend kümmert er sich um seine sechsjährige Schwester, der er ein Märchen erzählt, von dem Anna bald merkt, dass es keines ist.

Obwohl Abel sich sträubt, fängt Anna an, das Leben, das er führt, zu hinterfragen. Wo zum Beispiel hält sich seine Mutter auf? Und was ist mit dem Vater der kleinen Micha, Abels Schwester?

Als ein Mord passiert, beginnt eine Jagd, die die beiden einander immer näher bringt.

Warum passiert so viel in Abels nächster Umgebung? Und was hat Annas Schulkamerad und Verehrer Bertil mit der ganzen Sache zu tun?

Das Märchen spitzt sich immer weiter zu und Anna weiß bald nicht mehr, was nur Abels Fantasie entspringt und was Realität ist.

Ein absolut packender und spannender Jugendroman, der einen sprachlos macht und schockiert. Ein Buch, das man nicht mehr weglegen kann und das lange im Kopf nachhallt.

Ein Märchen, das man sich endlos wünscht.

Nashville oder das Wolfsspiel

Nashville oder das Wolfsspiel

Für die achtzehnjährige Svenja soll ein neues Leben beginnen, als sie nach Tübingen zieht, um dort Medizin zu studieren. Doch so, wie es sich dann entwickelt, hat sie es sich wohl nicht vorgestellt.

Alles beginnt, als sie im Küchenschrank ihrer kleinen Wohnung einen ca. elfjährigen Jungen entdeckt. Gegen jede Vernunft meldet Svenja den Vorfall nicht der Polizei, sondern nimmt Nashville, wie sie ihn nach seinem T-Shirt-Aufdruck nennt, bei sich auf. Der Junge, der zunächst nicht spricht, fasst allmählich Vertrauen, verschwindet aber immer wieder nachts und scheint ein Geheimnis zu haben.

Als in der Stadt ein Mord an einem Obdachlosen begangen wird, scheint eine Verbindung zu Nashville schnell realistisch.

Svenja versucht zusammen mit ihren Freunden das Geheimnis um Nashville zu lösen.

Und dann passiert ein weiterer Mord…

Antonia Michaelis, bekannt durch eine Vielzahl an Kinder- und Jugendbüchern, hat einen vielschichtigen und gesellschaftskritischen Roman geschrieben, der einen ab der ersten Seite nicht mehr loslässt. Nicht nur die Mordserie und der geheimnisvolle Junge sind Thema, auch das Erwachsenwerden und Loslassen werden thematisiert.

Ein Buch, das sich an reife Leser ab 14 Jahren richtet, bei dem es auch schon mal ziemlich zur Sache geht.

Die Toten, die niemand vermisst

Die Toten, die niemand vermisst

In einem unzugänglichen Landstrich Schwedens stolpert eine Wanderin über ein Grab mit sechs Leichen.

Die Stockholmer Reichsmordkommission nimmt die Ermittlungen auf und hat große Probleme, die Toten zu identifizieren, da diese von niemandem als vermisst gemeldet wurden.

Der Polizeipsychologe Sebastian Bergmann zeigt sich auch im dritten Teil wieder von seiner unausstehlichen Seite.

Ein spannender, vielschichtiger Krimi mit einem fulminanten Ende.

Ein ganzes halbes Jahr

Ein ganzes halbes Jahr

Die junge Louisa Clark sucht einen neuen Job, um ihre Familie finanziell zu unterstützen und findet Arbeit bei der reichen Familie des querschnittsgelähmten Will Traynor. Für Will ist das Leben nach seinem Unfall nicht mehr lebenswert und seine Familie möchte, dass Louisa ihn aus seiner tiefen Depression herausholt.

Der Beginn des Romanes erinnert sofort an “Ziemlich beste Freunde”, entwickelt sich dann aber ganz schnell in eine andere, sehr dramatische Richtung. Der Verlag verkauft den Titel als große Liebesgeschichte, nach unserer Meinung behandelt er jedoch ein sehr viel ernsteres Thema, wobei die Liebesgeschichte nur am Rande eine Rolle spielt.