Empfehlungen

Hier stellen wir unsere derzeitigen persönlichen Lieblingsbücher vor.

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Angst

Angst

Eine Familie erwirbt eine Eigentumswohnung und ist angenehm überrascht, als der nette Nachbar sie mit frischem Gebäck willkommen heißt. Kurz darauf entpuppt sich ebendieser Nachbar jedoch als wahre Plage, der ihnen nachstellt und sie sogar des Kindesmissbrauchs bezichtigt. Die hinzugezogene Polizei kann der Familie nicht helfen.

Die Indizien reichen nicht aus, um Maßnahmen gegen den Nachbarn zu ergreifen und somit den Psychoterror zu beenden.

Eindrucksvoll schildert der Autor, wie sich die unangenehme Situation nach und nach zuspitzt und schließlich eskaliert, wobei das Ende für den Leser eine Überraschung bereithält.

Das Scheißleben meines Vaters, das Scheißleben meiner Mutter und meine eigene Scheißjugend

Das Scheißleben meines Vaters, das Scheißleben meiner Mutter und meine eigene Scheißjugend

Der Autor gewährt Einblicke in seine fürchterliche Kindheit und Jugend im idyllischen Altötting und rechnet mit seinem überaus tyrannischen Vater ab. Es ist ein Buch voller Demütigungen, seelischer Grausamkeit, Misshandlungen und Bigotterie.
Der cholerische Vater kehrt traumatisiert aus dem Krieg zurück und verbreitet in seiner Familie Angst und Schrecken. Eines Tages wirft er seine Ehefrau, die mittlerweile zu einem seelischen Wrack verkommen ist, kurzerhand aus dem Haus und besetzt ihre freigewordene Stelle umgehend mit der Haushälterin. Die Mutter ist nicht in der Lage, ihre vier Kinder aus diesem Albtraum zu befreien. Danach verschlimmert sich die Situation für die Kinder, da der sadistische Vater nun umso härter durchgreift. Vor dem Essen wird das Tischgebet gesprochen und nach dem Essen geprügelt. Da der Vater mit Devotionalien handelt, genießt er ein hohes Ansehen in der Gesellschaft. Die Kinder werden nach der Schule mit Arbeit überschüttet und für jedes noch so kleine Vergehen gnadenlos bestraft.
Es ist kein schönes Buch im herkömmlichen Sinne, aber unbedingt empfehlenswert, da es einen tiefen Einblick in die Abgründe der menschlichen Seele gewährt.

Todesschiff

Todesschiff

Der sechste Fall der Anwältin Dóra ist wieder spannend und schön spökelig.

Eine Luxusyacht soll von Portugal nach Island überführt werden. Als das Schiff die Hafenmauer in Reykjavík rammt, sind alle sieben Passagiere spurlos von Bord verschwunden. Man vermutet ein Unglück auf hoher See.

Die Anwältin Dóra Gudmundsdóttir erhält von den Eltern eines Vermissten den Auftrag, die Formalitäten zur Auszahlung der Lebensversicherung zu klären. Dann wird ein Toter an Land gespült, der nicht im Meer ertrunken sein kann.

Die Geschichte spielt an zwei Handlungsschauplätzen. Der Leser erhält abwechselnd Einblicke in Dóras fortschreitende Ermittlungsarbeit und rückblickend in die Geschehnisse an Bord der Yacht, die zum Verschwinden der Besatzungsmitglieder geführt haben.

Grrrimm

Grrrimm

Das Werk ist eine bissige Hommage auf die Brüder Grimm. Die Autorin hat darin fünf Märchen überarbeitet bzw. aktualisiert.: Schneewittchen, Der Froschkönig, Dornröschen, Bruder Lustig und Rotkäppchen.

In Schneewittchen wird erörtert, ob es möglich ist, dass eine junge Frau sieben  kleinwüchsigen Junggesellen mittleren Alters den Haushalt führt, ohne dass einer dieser Herren auf amouröse Gedanken kommt.
Dornröschens Prinz quält sich im zarten Alter von 115 Jahren die Turmstufen herauf, um seine Angebetete endlich zu erlösen, nur um festzustellen, dass diese vom Anblick dieses „Kohlrabi mit Frostschäden“ alles andere als begeistert ist.
Rotkäppchen wird auserkoren, zur Großmutter zu gehen, da diese allerlei Arzneien in ihrem Alibert hortet, denn ihre Brüder sind zu sehr mit ihren Spielkonsolen beschäftigt.

Dieses Märchenbuch ist keineswegs für Kinder geeignet und zeichnet sich durch einen herrlich schrägen Humor aus. Ich hätte gerne mehr davon!

Kapital

Kapital

In John Lanchesters Roman begleiten wir ein Jahr lang die Bewohner der Pepys Road in London. Die Immobilienpreise sind in den letzten Jahren sehr stark gestiegen, Neureiche haben sich hier angesiedelt, so auch die Familie Yount. Mr Yount ist Immobilienbanker, verdient mehr als genug, aber für die äußerst hohen Ansprüche der Familie reicht es noch immer nicht. Dazu kommt dann noch die Finanzkrise.

Ebenso leiden wir mit Freddy, einem sehr talentierten 17jährigen Fußballspieler aus dem Senegal, einer pakistanischen Familie, die einen Kiosk betreibt, der alten Frau Howe, die schon ewig in ihrem Haus lebt und vielen anderen unterschiedlichen Menschen, die auf die eine oder andere Art etwas mit der Pepys Road zu tun haben.

Wenn auch das Jahr für die meisten Protagonisten nicht zu den besten gehört, ist das Buch trotzdem nicht düster, sondern mit einigem Witz geschrieben.

Für mich war das Buch eine sehr gelungene Gesellschaftsstudie, die sich auch in vielen anderen westlichen Großstädten abspielen könnte.

Angst

Angst

Eine Familie erwirbt eine Eigentumswohnung und ist angenehm überrascht, als der nette Nachbar sie mit frischem Gebäck willkommen heißt. Kurz darauf entpuppt sich ebendieser Nachbar jedoch als wahre Plage, der ihnen nachstellt und sie sogar des Kindesmissbrauchs bezichtigt. Die hinzugezogene Polizei kann der Familie nicht helfen.

Die Indizien reichen nicht aus, um Maßnahmen gegen den Nachbarn zu ergreifen und somit den Psychoterror zu beenden.

Eindrucksvoll schildert der Autor, wie sich die unangenehme Situation nach und nach zuspitzt und schließlich eskaliert, wobei das Ende für den Leser eine Überraschung bereithält.

Das Scheißleben meines Vaters, das Scheißleben meiner Mutter und meine eigene Scheißjugend

Das Scheißleben meines Vaters, das Scheißleben meiner Mutter und meine eigene Scheißjugend

Der Autor gewährt Einblicke in seine fürchterliche Kindheit und Jugend im idyllischen Altötting und rechnet mit seinem überaus tyrannischen Vater ab. Es ist ein Buch voller Demütigungen, seelischer Grausamkeit, Misshandlungen und Bigotterie.
Der cholerische Vater kehrt traumatisiert aus dem Krieg zurück und verbreitet in seiner Familie Angst und Schrecken. Eines Tages wirft er seine Ehefrau, die mittlerweile zu einem seelischen Wrack verkommen ist, kurzerhand aus dem Haus und besetzt ihre freigewordene Stelle umgehend mit der Haushälterin. Die Mutter ist nicht in der Lage, ihre vier Kinder aus diesem Albtraum zu befreien. Danach verschlimmert sich die Situation für die Kinder, da der sadistische Vater nun umso härter durchgreift. Vor dem Essen wird das Tischgebet gesprochen und nach dem Essen geprügelt. Da der Vater mit Devotionalien handelt, genießt er ein hohes Ansehen in der Gesellschaft. Die Kinder werden nach der Schule mit Arbeit überschüttet und für jedes noch so kleine Vergehen gnadenlos bestraft.
Es ist kein schönes Buch im herkömmlichen Sinne, aber unbedingt empfehlenswert, da es einen tiefen Einblick in die Abgründe der menschlichen Seele gewährt.

Todesschiff

Todesschiff

Der sechste Fall der Anwältin Dóra ist wieder spannend und schön spökelig.

Eine Luxusyacht soll von Portugal nach Island überführt werden. Als das Schiff die Hafenmauer in Reykjavík rammt, sind alle sieben Passagiere spurlos von Bord verschwunden. Man vermutet ein Unglück auf hoher See.

Die Anwältin Dóra Gudmundsdóttir erhält von den Eltern eines Vermissten den Auftrag, die Formalitäten zur Auszahlung der Lebensversicherung zu klären. Dann wird ein Toter an Land gespült, der nicht im Meer ertrunken sein kann.

Die Geschichte spielt an zwei Handlungsschauplätzen. Der Leser erhält abwechselnd Einblicke in Dóras fortschreitende Ermittlungsarbeit und rückblickend in die Geschehnisse an Bord der Yacht, die zum Verschwinden der Besatzungsmitglieder geführt haben.

Grrrimm

Grrrimm

Das Werk ist eine bissige Hommage auf die Brüder Grimm. Die Autorin hat darin fünf Märchen überarbeitet bzw. aktualisiert.: Schneewittchen, Der Froschkönig, Dornröschen, Bruder Lustig und Rotkäppchen.

In Schneewittchen wird erörtert, ob es möglich ist, dass eine junge Frau sieben  kleinwüchsigen Junggesellen mittleren Alters den Haushalt führt, ohne dass einer dieser Herren auf amouröse Gedanken kommt.
Dornröschens Prinz quält sich im zarten Alter von 115 Jahren die Turmstufen herauf, um seine Angebetete endlich zu erlösen, nur um festzustellen, dass diese vom Anblick dieses „Kohlrabi mit Frostschäden“ alles andere als begeistert ist.
Rotkäppchen wird auserkoren, zur Großmutter zu gehen, da diese allerlei Arzneien in ihrem Alibert hortet, denn ihre Brüder sind zu sehr mit ihren Spielkonsolen beschäftigt.

Dieses Märchenbuch ist keineswegs für Kinder geeignet und zeichnet sich durch einen herrlich schrägen Humor aus. Ich hätte gerne mehr davon!

Kapital

Kapital

In John Lanchesters Roman begleiten wir ein Jahr lang die Bewohner der Pepys Road in London. Die Immobilienpreise sind in den letzten Jahren sehr stark gestiegen, Neureiche haben sich hier angesiedelt, so auch die Familie Yount. Mr Yount ist Immobilienbanker, verdient mehr als genug, aber für die äußerst hohen Ansprüche der Familie reicht es noch immer nicht. Dazu kommt dann noch die Finanzkrise.

Ebenso leiden wir mit Freddy, einem sehr talentierten 17jährigen Fußballspieler aus dem Senegal, einer pakistanischen Familie, die einen Kiosk betreibt, der alten Frau Howe, die schon ewig in ihrem Haus lebt und vielen anderen unterschiedlichen Menschen, die auf die eine oder andere Art etwas mit der Pepys Road zu tun haben.

Wenn auch das Jahr für die meisten Protagonisten nicht zu den besten gehört, ist das Buch trotzdem nicht düster, sondern mit einigem Witz geschrieben.

Für mich war das Buch eine sehr gelungene Gesellschaftsstudie, die sich auch in vielen anderen westlichen Großstädten abspielen könnte.