Hool

Philipp Winkler

Winkler-Hool-SUEin Titel auf der diesjährigen Shortlist zum Deutschen Buchpreis begeistert uns ganz besonders: “Hool” von Philipp Winkler.

Es ist die tragische, aber auch bisweilen überaus komische Geschichte von Heiko Kolbe, einem Außenseiter und extremen Hooligan mit weichem Kern.

Heiko arbeitet im Box-Sportclub seines halbseidenen Onkels, der ihn zu diesem zweifelhaften Hobby gebracht hat. Er wohnt zur Untermiete bei einer zwielichtigen Person, die ihren Lebensunterhalt mit illegalen Hundekämpfen bestreitet und im Haus einen Bartgeier namens Siegfried und später sogar noch einen Tiger beherbergt.

Heikos Vater ist Alkoholiker, der seine Sucht allerdings nicht wahrhaben will. Diese Problematik belastet das Verhältnis zu seiner Schwester  schwer. Heiko hat bei seinen gleichgesinnten Blutsbrüdern eine Ersatzfamilie gefunden. Die Kämpfe gegen rivalisierende Hooligangruppen bringen nicht nur eine ersehnte Abwechslung in sein ansonsten trostloses Dasein, sie bilden vielmehr seinen Lebensinhalt. Als einer seiner Freunde eines Tages aus einem Hinterhalt heraus krankenhausreif geschlagen wird, ist es für ihn Ehrensache, diese Tat zu rächen.

Philipp Winkler ist ein grandioser Roman gelungen, der gleichzeitig schockiert und fesselt.

 

Die vier Jahreszeiten des Sommers

Grégoire Delacourt

Vier_Jahreszeiten

Der Autor des wunderbaren Buches “Alle meine Wünsche” hat einen neuen schönen Roman veröffentlicht. Obwohl ein Roman, liest sich das Buch wie eine Sammlung von Erzählungen zum Thema Liebe, die jedoch am Rande alle miteinander verknüpft sind.

Die vier Paare in den Erzählungen sind verschiedenen Alters und so unterschiedlich sind auch ihre Liebesgeschichten: So liest man über die unglückliche erste Liebe des jungen Louis, aber auch über die Wiederentdeckung der leidenschaftlichen Liebe in einer alten Beziehung.

Dieser leichte, typisch französische Roman von Grégoire Delacourt macht auch bei regnerischem Sommerwetter richtig Spaß.

Wald

Doris Knecht

U1_978-3-87134-769-6.inddMarian lebt zurückgezogen in einem alten Haus in den Voralpen.

Einst war sie eine erfolgreiche Designerin, hat dann jedoch zu Beginn den Finanzkrise den Überblick über ihr Leben und ihre Finanzen verloren und ging bankrott.

Sie zieht sich zurück in das schäbige Haus, welches sie rechtzeitig ihrer Tochter vermacht hatte. Im ersten Winter erfriert und verhungert sie dort nahezu, fängt dann aber an, sich mit ihrer Situation zu arrangieren: Sie stiehlt Gemüse, Hühner und wildert. Ihre Nachbarn sind nicht unbedingt begeistert…

Ein tiefgründiger Roman über eine Frau, die sich an einem Wendepunkt ihres Lebens befindet.

 

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Löwen wecken

Ayelet Gundar-Goshen

loewen_weckenNach „Eine Nacht, Markowitz“ ist jetzt ein neuer toller Roman der israelischen Autorin Ayelet Gundar-Goshen erschienen. Thema des Romans ist die Frage „Wie gut kenne ich mich selbst?“

Der Neurochirurg Ethan Grien, verheiratet mit einer Kommissarin, fährt nach einem anstrengenden Arbeitstag in einer Klinik in der Wüste einen illegal eingewanderten Eritreer an, der seinen Verletzungen erliegt, und begeht Unfallflucht.

Am nächsten Tag steht eine schöne farbige Frau vor seiner Tür. Sie hat den Unfall beobachtet und fordert nun von dem Arzt, illegale Einwohner täglich ärztlich zu versorgen.
Ethan kann sich der Forderung nicht entziehen und beginnt ein Doppelleben.
Seine Frau weiß indessen nichts von dem Unfall und beginnt, zum Tod des Eritreers zu ermitteln…

 

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