Braune Erde

Daniel Höra

Braune ErdeIm ostdeutschen Örtchen Bütenow ist nicht viel los. Die Hälfte der Häuser steht leer und die übriggebliebenen Bewohner leben in Apathie vor sich hin. Da kommt es dem 15-jährigen Benjamin gelegen, als eine fremde Familie das alte Gutshaus kauft und mit vielen gemeinsamen Aktionen das Dorfleben wiederaufleben lässt.

Benjamin ist fasziniert vom Gemeinschaftssinn der Neuen und baut schnell ein familiäres Verhältnis zu ihnen auf, da er sich im Haus seiner Tante und seines Onkels, die ihn nach dem Tod der Eltern aufgenommen haben, nicht willkommen fühlt. Und auch die restlichen Dorfbewohner sind fast ausnahmslos begeistert vom frischen Wind und lassen sich von der Begeisterung für alte Traditionen, Ansichten und Bräuche anstecken.

Doch aus der Liebe zum Vaterland entwickelt sich langsam eine Hetzjagd gegen alles Fremde und ein nicht mehr kontrollierbarer Kampf entsteht – und Benjamin mittendrin.

Daniel Höra (“Gedisst”) hat einen spannenden Jugendroman geschrieben, der schockiert und klarmacht, dass Rechtsradikalität trotz aller Aufgeklärtheit noch immer Wege findet, sich bei den Menschen einzuschleichen.